Montag, 22. November 2010

Land unter

Hier ist heute die Sintflut ausgebrochen. Das ging schon so los, dass mich nicht mein Wecker, sondern ein riesen Gewitter am Morgen aufgeweckt hat. Seitdem regnet es in Strömen, und ich meine wirklich in Strömen, so dass man keine 10m weit sehen kann. Sehr unangenehm :-D Aber ich muss den Amerikanern echt mal Lob für ihr geniales Straßenentwässerungssystem geben, das ist echt ausgebufft. Das ganze beginnt damit, dass die Straßen nicht glatt sind wie bei uns, sondern nach rechts und links durch Fahrrillen jeweils absinken. Außerdem sorgen hunderte große und kleine Risse dafür, dass das Wasser effektiv an den Rand geleitet wird, wo es sich in Ruhe sammeln kann. Irgendwann, wenn der Füllstand hoch genug ist, kommt ein Auto angefahren und durch die hohe Geschwindigkeit wird das ganze Wasser vom Reifen schlagartig verdrängt und im hohen Bogen auf die Wiese nebenan, den Fußwege oder den unbedarften Radfahrer (mich) geschleudert. Echt genial, wer baucht da noch Gullys? Und trockene Kleidung wird sowieso komplett überbewertet...
Na gut, ich will ja nicht meckern, dafür dass der Staat kein Geld hat die Straßen in Schuss zu halten kann der kleine Ami ja nix. Um also nass bis auf die Knochen und mit ziemlich schlechter Laune niemanden anzupflaumen, musste schnellsten ein Gute-Laune-Snack her, und was bietet sich da mehr an als der Double-Baconator (plus eine kleine Pommes :-D )? *hrhr* Ein Bild von einem Burger. Jeder der mal bei einem Wendy's vorbeikommt sollte den unbedingt probieren. Es gibt auch einen Triple-Baconator, aber der hat mir noch zu viel Respekt eingeflößt :-O Ziemlich lustig ist auch, dass hier jeder Burger von den Verkäufern Sandwich genannt wird. Der kann 5000kcal haben, aber durch das Wort Sandwich klingt das ganze gleich nur noch halb so desaströs, was wahrscheinlich der Grund ist, warum die hier so beliebt sind. Das, und die Tatsache, dass man die mit seinen Händen essen kann, weil hier ja keiner mit Messer und Gabel umgehen kann. Also Gabel alleine scheint zu gehen, aber sobald ein Messer dazu kommt wird's kritisch. So versuchen die hier lieber ein Steak mit der Gabel in kleine Stücke zu zerdrücken, selbst wenn Sehnen oder sonstwas das effektiv verhindern, als ein Messer zu nehmen. So wird das Stück Fleisch (oder was auch sonst immer) 5min quer über den Teller gedrückt, dabei fliegen noch die Hälfte der Beilagen runter, bis dann endlich mal eingesehen wird, dass ein Messer vielleicht doch hilft. Dann nehmen sie ganz verschämt das Messer, schneiden schnellstmöglich 2 Stücke ab und der ganze Tanz geht von vorne los. So als ob das Nehmen des Messers irgendwie eine persönliche Niederlage ist. Also mal ganz im Ernst, das ist echt lächerlich...wie kann man sich nur so anstellen?
Achja, am Wochenende hab ich Eintopf gemacht. Der kam super an und war richtig lecker. Jeder wollte was davon ab haben. Wahrscheinlich auch, weil sie den Löffeln konnten :-D

4 Kommentare:

  1. Ach, deine Story ist echt lustig und dein Stil klingt sehr begabt!
    Aber weißt du, warum die nur mit der Gabel essen? Das stammt aus der Cowboyzeit. Da wurde mit einer Hand gegessen und die andere hat verdeckt auf dem Schoß gelegen, jederzeit bereit, den Colt zu ziehen. Und hast du schon mal nur mit einem Messer gegessen? Aber lass dich nicht entmutigen, deine guten Manieren zu pflegen!
    Bis bald!

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  2. Mein Gastvater meinte auch das Messer nimmt er nur wenn die Kante der Gabel nicht scharf genug ist ;-) God bless America.

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  3. Also bevor ich das Fleisch kalt werden lasse, würde ich auch eher zum Messer greifen. - Oder alles zwischen ne Semmel packen das geht auch. (Hab ich von Bastian gelernt).

    Danke für deinen Eintrag in meinem Adventskalender.

    Grüße

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