Montag, 28. März 2011

Einmal Washington und zurück

Was macht man an einem Freitag Nachmittag, wenn gerade nix anderes ansteht? Ganz klar, man setzt sich ins Auto und fährt irgendwo hin. Gesagt, getan. Und da es in näherer (und auch weiterer) Umgebung nix wirklich interessantes mehr gibt, ging es eben auf nach Washington. Waren ja nur 800 Meilen (1300km) pro Strecke :-D Also nach der Arbeit schnell ein paar Sachen zusammen raffen und los gings. Die Fahrt hat mich dann von Illinois aus quer durch Indiana, Ohio, West Virginia, Pennsylvania, nochmal West Virginia, Maryland und schließlich in den District of Columbia geführt. Ja, Washington hat seinen eigenen Bezirk und gehört zu keinem anderen Bundesland. Hat irgendwas mit der Unabhängigkeit des Regierungssitzes gegenüber den einzelnen Ländern zu tun und stammt noch aus den Zeiten der Staatsgründung. Ich muss glaube nicht erwähnen, dass sich die Fahrt "etwas" gestreckt hat, aber mit ein paar Pausen zum Schlafen kam ich nach nur 18h Fahrt gegen Mittag fast direkt an der National Mall an. Das ist der Bereich in Washington wo die ganzen wichtigen Gebäude und Denkmäler stehen. Außerdem war gerade der Frühling in Washington ausgebrochen und es gab ein Kirschblüten-Festival...läuft :-)

Die Mall fängt im Norden mit dem Obersten Gerichtshof an, dann kommt der Kongress gleich ein paar Meter weiter im Süden. Weiter geht es mit einer ca. 4km langen und 500m breiten Wiese, auf der sich an diesem Tag anscheinend halb Wahington rumgetrieben und Football gespielt hat. Rechts und links von der ersten Hälfte der Wiese stehen (gefühlte) 20.000 Museen, die alle zum Smithonian gehören, und irgendwann kommt auch das historische Hauptgebäude. Also wenn man irgendwann mal Extrem- Museumstouring machen will, dann ist das der Ort der Wahl :-) Weiter im Süden kommt dann das Washington Monument, dieser weiße Marmorobelisk. Dort kann man wohl auch rein und oben gibts eine Aussichtsplattform, aber die Karten dafür sind jeden Tag schon nach 5 Minuten weg, weil sie einerseits kostenlos sind aber auch weil sie nur ganz wenige Leute reinlassen.

Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten, weiter zu gehen. Ich hab mich erstmal für Norden entschieden, da kommt man zur 1600 Pennsylvania Avenue, dem Weißen Haus. Dort waren auch mindestens ebensoviele Polizisten wie Touris, und von denen war sicherlich nochmal die Hälfte vom Secret Service. Ich hatte überlegt einfach mal meinen Rucksack hinzuwerfen und und "Für Allah!!!" zu rufen, aber ich habe es dann gelassen, war glaube ich besser so :-D O.k., also zurück zum Washington Monument und weiter nach Süden. Jetzt kommt erstmal ein riesiges Denkmal für den Sieg im 2. Weltkrieg bevor am Ende das Lincoln Memorial samt 600m Pool steht. Leider war der Pool gerade wegen Bauarbeiten leergepumpt. Vor dem Lincoln Memorial hatte Martin Luther King seine "I have a Dream"-Rede gehalten. Von den Stufen dort hat man auch nochmal schön den gesamten Blick über die Mall.

Wem die Füße jetzt noch nicht weh taten, der konnte noch weiter gehen. Gleich nach dem Potomac war der Arlington National Friedhof. Das ist der, den man in den Serien immer sieht wenn ein Soldat beigesetzt wird und wo die tausenden weißen Grabsteine stehen. Und auch JFK und seine Familie haben ihr grab dort. Noch etwas weiter wäre dann auch noch das Pentagon gewesen, aber zumindest das hab ich mir dann mal gespart, ich musste die ganze Strecke ja auch wieder zurück laufen :-)

Die Rückfahrt war dann relativ ereignislos, was sicher auch daran lag, dass hier eh jeder nur 100 fährt und das somit alles recht entspannt abläuft.

Das war sie also, meine letzte Ausfahrt hier, jetzt muss ich nur noch meinen Vortrag in der Firma halten und dann ist auch schon Packen angesagt und eh man sich versieht, bin ich wieder in good ol' Germany :-D


Donnerstag, 24. März 2011

St. Louis oder: Das Chemnitz des Mittleren Westens

Gestern hieß es früh raus aus den Federn, denn ich hatte ja einen Trip geplant. Also ging es halb 6 los, ab auf die Interstate. Erste Priorität war es erstmal raus aus Chicago zu kommen bevor die Rush Hour los geht. Deswegen musste ich auch so früh los, denn das ganze zieht sich doch ein wenig, aber ganz vermeiden konnte ich die Staus doch nicht. Irgendwann war ich dann endlich draußen und in irgendeinem Vorort gelandet und bevor ich ins totale Nirgendwo kam suchte ich mir lieber erstmal ein Starbucks, Frühstücken muss sein :-) Ihr glaubt nicht wie langweilig die Vororte hier sind, dagegen sind deutsche Reihenhaussiedlungen anarchistische Horte kreativer Individualität. Kein Wunder, dass die Leute alle einen weg haben.
Frisch gestärkt gings dann weiter Richtung Süden. Das Navi wollte mich weiter die Interstate lang schicken, aber ich wollte lieber die historische Route 66 fahren. Die laufen größtenteils parallel zueinander, aber auf der Route 66 kann man eben auch überall anhalten wo man will und es ist auch definitiv cooler. Einziger Nachteil ist, dass meine Fahrzeit dadurch von geplanten 5,5h auf 9h angewachsen ist, aber der Weg war ja das Ziel (5$ fürs Phrasenschwein :-D) und ich hatte Zeit, also alles kein Problem.
Außerhalb Chicagos veränderten sich Land und Leute dann auch ziemlich schnell. Die Männer trugen alle Flanellhemden, die Pickups hatten plötzlich alle "Support Our Troops" Aufkleber und manche Leute winkten einem auf der Straße beim vorbeifahren einfach zu. Okay, andere schimpften und fluchten auch, aber das waren abgewrackte White Trash Gestalten. Die Straßen wurden noch gerader und noch schlechter. Die Route 66 war stellenweise mit der Straße zwischen Kauschwitz und Syrau vergleichbar. Für alle nichtortsansässigen: ziemlich eng und mit mehr Schlaglöchern als Asphalt. Und dabei war es noch eine der besseren Straßen dort. Aber wie heißt es so schön: entweder mit 30 durch oder mit 100 drüber. Ihr könnt euch denken was ich gewählt habe :-D Inzwischen war dann auch die Sonne aufgegangen, es gab strahlenden blauen Himmel und ein wunderschöner Tag kündigte sich an. Eine halbe Stunde später verabschiedete sich auch noch der letzte chicagoer Radiosender und ab da an gab es auch nur noch 2 Musikrichtungen zur Auswahl, Country oder Rock. Ich hab natürlich Country eingestellt um das Erlebnis abzurunden. Die Gegend durch die man dann fährt ist echt ein bisschen klischeehaft. Rechts und links der Straße Felder soweit das Auge reicht und alle paar Meilen mal ein Haus, wie im Film quasi. Um zu verhindern dass die Fahrer zu schnell einschlafen haben sie vor Kreuzungen usw Rillen in die Straßen gefräst, so dass man vor Stoppschildern wieder aufwacht...sehr praktisch :-D Dafür haben sie an Fahrbahnmarkierungen und Leitpfosten gespart. Gerade die gab es eigentlich gar nicht, höchsten in Kurven mal ein paar Stöcke an die solche Katzenaugen-Fahrradreflektoren dran genagelt wurden.
So hieß es also schön gemütlich cruisen, alle par Meilen wenn es was interessantes gab mal anhalten und ein paar Fotos machen, dann weiter, immer Richtung Süden. Bei einem dieser Stopps, ich hatte den Schlüssel im Zündschloss stecken gelassen, fiel dann plötzlich die Autotür zu. Gut, mache ich sie halt wieder auf, die wird sich ja nicht von alleine zuschließen...oder eben doch. So stand ich also da, mitten im Nirgendwo, Handy war auch im Auto...logisch. Zum Glück kam gleich ein Pickup angefahren und der Fahrer fragte, ob was passiert ist. Davor und danach kamen mindestens 10min niemand vorbei. Ich hab ihm also kurz erzählt, dass ich mich ausgeschlossen habe, woraufhin er zum Sheriff gefahren ist und dem bescheid gegeben hat. Die Polizeiwache war anscheinend nicht weit weg. Ich hab in der Zwischenzeit etwas die Sonne genossen, denn es waren jetzt angenehme 20° und eine leichte Brise wehte auch, herrlich. 10 min später kam dann also besagter Sheriff und hat mir auch das Auto wieder ganz offiziell mit so einer Art Luftkissen und langem Metallbügel aufgebrochen. Gab nicht mal irgendwelche Spuren die ich bei der Autovermietung rechtfertigen müsste :-) Ich hab das ganze später übrigens nochmal nachgestellt und da hat sich die Tür nicht von selbst verriegelt...mysteriös.
Irgendwann bin ich dann auch mal in St. Louis angekommen. Und was soll ich sagen, es ist vor allem erstmal eins: unglaublich hässlich. Halbzerfallene Häuser und Industrieanlagen so weit das Auge reicht sind das erste was man sieht, wenn man durch die Außenbezirke fährt. Damit hätten wir Gemeinsamkeit Nummer 1 mit Chemnitz, und es sollten noch ein paar mehr werden :-D Die zwei haben ähnlich viele Einwohner, liegen an einem Fluss mit M (Mississippi und Mulde) und haben beide ein Wahrzeichen, dass den Siegeszug des jeweiligen Gesellschaftssystems verkörpern soll. Gut, Chemnitz Innenstadt zieht dann doch eindeutig den Kürzeren, denn da ist St. Louis schon ganz hübsch. Ein paar Hochhäuser, die FED hat einen Prachtbau, ein Rathaus das aussieht wie das Capitol in klein und eben den Gateway Arch, da kann Chemnitz nicht mehr mithalten. St. Louis war übrigens der letzte Außenposten der Zivilisation in dem sich die Treks in den Westen früher nochmal mit allem Notwendigen eindecken konnten bevor sie loszogen um ein paar Indianer von ihrem Land zu verscheuchen. Um eben diesen Siegeszug zu feiern wurde der Arch gebaut. Ein ca 200m hoher, freistehender Bogen. Ziemlich imposant. Ganz oben ist auch eine Aussichtsplattform, da musste ich natürlich hoch. Der Fahrstuhl nach oben ist eine kleine eiförmige Kapsel mit 5 Sitzplätzen. Und ich meine wirklich klein. Ich bezweifle, dass da 5 typische Amerikaner reinpassen, denn wir hatten schon Probleme mit 2 Erwachsenen und 3 kleinen Kindern. Oben angekommen hatte man dann eine schöne Aussicht über die Stadt und Umgebung (noch ein Punkt, an dem Chemnitz zurückstecken muss, ich glaube wenn man auf den Nischel klettert kann man immer noch nicht sehr viel weiter sehen :-D). Das ganze Schwankte auch ziemlich stark, so dass Jung und Alt zuhauf gespielt übertriebene Nervenzusammenbrüche bekam. Typisch US of A eben...
Zurück nach Chicago hab ich dann doch lieber die Interstate genommen, das ging erheblich schneller. Als es dann pünktlich mit dem Überschreiten der Stadtgrenze anfing zu Schneien wusste ich, dass ich an dem Tag alles richtig gemacht hatte :-)

Dienstag, 22. März 2011

Ich mag Checklisten :-)

  • Bachelorarbeit abgegeben? *check* (Danke Arne!)
  • letzte Schulung zum Thema "Bloodborn Pathogens"erfolgreich mitgemacht? *check*
    (Merke: Wenn man plötzlich in einem See aus Rückenmarksflüssigkeit und Hirnwasser steht (um nur mal 2 angenehmere der 20 behandelten Körperflüssigkeiten zu nennen), erstmal in aller Ruhe Gummistiefel, Handschuhe und Augenschutzmaske anlegen, dann die Sauerei mit Papierhandtüchern aufwischen und anschließend 10 Minuten lang frisch angesetzte Bleiche einwirken lassen. Danach ist anscheinend alles wieder in Ordnung.*)
  • Mietauto? *check*
  • mit unbegrenzten Freimeilen? *check*
  • ein paar Tage frei? *check*
    (zumindest mal zwei am Stück, wer kam nochmal auf die dumme Idee, dass ich am Freitag nochmal auf Arbeit muss? Naja, dann gibts eben Kurzausflüge.)
  • ausreichend schlechtes Wetter in Chicago *check*
    (Dauerregen, unter 10°C)
  • ausreichend gutes Wetter am Zielort *check*
    (nur leicht bewölkt, über 20°C mit Aussicht auf noch besseres Wetter morgen)

Sieht aus, als ginge es morgen auf der Route 66 nach St. Louis! *jippie*

*an dieser Stelle sollte eigentlich noch ein Witz über rückgratlose Speichellecker stehen, aber ich habe um euch nicht ganz zu verschrecken mal lieber drauf verzichtet :-D

Mittwoch, 16. März 2011

St. Patricks 3,14 verrückte Ärzte

So, mal sehen ob ich die Überschrift jetzt so erklären kann, dass das alles Sinn macht. Fangen wir mit den Ärzten an. Ihr erinnert euch vielleicht an das eine Essen mit den ganzen Ärzten dabei, um genau die geht's. Martin hatte mich letzten Donnerstag spontan nach der Arbeit in eine Bar geschleift (ok, schleifen musste er nicht, ich bin freiwillig mitgekommen), und dort haben wir uns wieder mit denen getroffen. Zumindest mit ein paar davon. Das war ein sehr lustiger Abend, und die Frozen-Sangria-Martinis (sehr lecker) haben ihr übriges getan. Irgendwann kam dann auch raus, dass Amerika nicht nur die dümmsten Patienten, sondern auch die minderbemitteltsten Ärzte hat (Zitat!), dass man verärgerten Zigeunern ein Kruzifix mit seiner Spucke auf die Stirn malen sollte wenn einem sein Leben lieb ist und der Gipfel war dann, als Rana (Irakerin) einen Björk-Song auf arabisch performte. Sehr lustig, besonders wie die Leute am Nebentisch langsam aber sicher nervös wurden. Klang ja auch wie die Kriegserklärung eines wütenden Terroristen :-D

Dann war am Wochenende die St. Patricks Day Parade und das Flussfärben angesagt. Also eigentlich erst das Färben, dann die Parade. Das ganze fand im Flussabschnitt zwischen Michigan Avenue und Columbus Drive statt, und das ganze Ufer stand voller Leute. Dann pünktlich um 10 fingen sie an das Färbemittel (angeblich biologisch abbaubar) von einem Boot aus in den Fluss zu kippen. Das war eine orange Flüssigkeit, die sich im Wasser aber sofort giftgrün färbte. Und das war auch gar nicht mal soviel was die von dem Färbemittel gebraucht haben, ein paar Liter maximal. Geiles Zeug :-D Mehrere kleine Boote fuhren dann kreuz und quer über den Fluss und spielten Mixer bis das ganze Wasser einheitlich grün war. Schon beeindruckend. Das ganze sollte ca. einen Tag halten. Kurz darauf und nur ein paar Straßen weiter startete dann auch schon die Parade wo allerlei Marching Bands, High Schools und echte Nachfahren der Iren sich präsentierten. Nun ja, das war ungefähr 15 Minuten interessant, danach schien es, als würde alles in einer ewigen Schleife wiederholt, bis auch wirklich jede Feuerwache in Chicago und Umland ihre Sympathie für die Iren kundgetan hat. Aber alles in allem war es eine interessante Sache, auch wenn ich mich frage, warum die schon dieses Wochenende gefeiert haben? St. Patricks Day ist nämlich eigentlich erst diesen Donnerstag. Ob die wissen, dass Vorfeiern Unglück bringt?

Und dann war am Montag (14. März) ja noch Pi-Tag. Da die das Datum hier ja falsch herum schreiben , wurde das dann zu 3/14, was ja den ersten drei Stellen von Pi entspricht. So hatten dann also viele Läden Sonderangebote für 3,14$. Ich hab das aber nur bei einer italienischen Bäckerei ausgenutzt, aber da dafür richtig :-)





Montag, 7. März 2011

Über den Wolken

Der Abgabetermin der Bachelorarbeit kommt so langsam aber sicher näher (nur noch 2 Wochen), und so hab ich mich unerwarteter weise auch am Wochenende im Büro wiedergefunden. Meine Simulationen dauern irgendwie länger als gedacht, besonders wenn man alle 3 mal machen muss weil irgendwas schief läuft aber man es erst hinterher bemerkt :-D Nachdem ich am Samstag zu nichts kam außer sinnlos produktiv zu sein, musste ich meinen Wochenendausflug also auf Sonntag verschieben. Man muss es ja nicht übertreiben mit der Arbeit :-) Wie passend, dass das Navy Pier da mit einer Gartenausstellung gelockt hat. Auch wenn ich mir nicht so richtig vorstellen konnte, wo dein sein soll, aber mal Schauen kostet ja nix. Allerdings haben sie wohl aus gutem Grund den Eintrittspreis auf der Webseite unterschlagen, denn Schauen kostet eben doch, und zwar nicht ganz wenig. Der war nämlich stattliche 17$ (fürs Wochenende extra teurer gemacht)! Ein kurzer Blick ins Portemonnaie bestätigte meinen Verdacht: nein, das war es mir echt nicht Wert. Allerdings fand ich etwas anderes im Portemonnaie, nämlich eine alte Eintrittskarte zum Hancock Center*. Und da es mittlerweile schon Nachmittag war und das erste mal seit Wochen der Himmel nicht total grau und biestig war, beschloss ich spontan dort hin zu gehen und mir den Sonnenuntergang über der Stadt mal von dort oben anzuschauen. Vielleicht springt ja auch das ein oder andere Foto raus. Wenn man dort die alte Karte vorzeigt kann man für nur 4$ mehr nochmal rauf, das muss ja genutzt werden. Oben erwarteten mich dann schon ca. 200 andere Leute, die anscheinend alle die selbe Idee hatten. Aber es ist auch echt sehenswert, also wenn ihr mal in der Gegend seid, nehmt euch 'ne Stunde und schaut euch das mal an. Gerade dann auch im Dunkeln sieht die Stadt sehr spektakulär aus.


zum *:
Huch, wo kommt die denn plötzlich her? Die hatte ich noch von vor 2 Wochen, als mein Besuch da war. Und da ich jetzt schon des öfteren genervt wurde doch mal noch was dazu zu schreiben, kommt es eben jetzt hier: Ani, Arne und Carsten waren am vorletzten Wochenende da. Leider war es ziemlich kalt und regnerisch...typisch Chicago eben :-) So hab ich den Dreien also einen kurzen Stadtrundgang gegeben bevor es zum Aufwärmen ins Starbucks ging. Abends dann wollte Arne, Ani und ich eigentlich in eine Blues Bar, aber irgendwie kam alles anders und wir endeten in der Bar oben im Hancock. Dort gibt es sehr leckere Cocktails ;-) Und da kommen also die Karten her? Naja, nicht ganz, die Bar ist zwar auch über den Wolken (sogar ein Stockwerk höher als die Aussichtsplattform), aber dafür braucht man keine Karte, die ist (von den Drinks mal abgesehen) kostenlos. Zur selben Zeit als die 3 da waren hat mich die ganze Zeit noch so eine ältere Frau verfolgt. Irgendwelche andere Leute (eine angebliche "Schwester") versuchten mir dann einzureden, dass das meine Mutter sei...naja, und weil ich mir eh gerade ein paar Tage frei genommen hatte und nix besseres zu tun war, hab ich das Spiel eben mitgespielt. Ich bin einfach zu gut für diese Welt :-D Auf jeden Fall kommen die Karten daher, dass ich mit ihr auf dem Hancock war. Irgendwo gibts auch lustige Fotos, aber dafür bräuchte ich meinen richtigen Rechner, also muss ich da erstmal passen. Dann war das Wochenende ja auch noch Presidents Day, weshalb alle Läden kräftige Rabatte hatten. Das haben wir natürlich genutzt und haben diverse Outlets und Malls unsicher gemacht. Aber irgendwie ist mehr für Stella (meine kleine Baby-Nichte) rausgesprungen als für alle anderen...irgendwas haben wir eindeutig verkehrt gemacht :-D Und dann gab es eben noch das übliche Chicago-Programm: früh zu Dunkin Donuts, Mittags ein Sandwich oder Burger, Abends Steak oder anderes Fast Food und in den Pausen wurden irgendwelchen Museen angeschaut. Das ganze wurde ein paar Tage lang wiederholt und schwupps war die Besuchszeit auch schon wieder vorbei.

Sonntag, 27. Februar 2011

Technische Schwierigkeiten

So, nach langer Zeit hier mal wieder was von mir. Woher kam die lange Pause? Zum einen hatte ich Besuch der mich ziemlich auf Trab gehalten hat, und dann ist auch noch mein Laptop kaputt gegangen :-(
Erstmal zum Ableben des Laptops: irgendwie war es kein gutes Zeichen, als der Bildschirm sich auf einmal zum Stroboskop verwandelte, aber gut, er ging immerhin noch. Am nächsten Tag kam dann plötzlich noch ein Rotstich dazu, der sich innerhalb weniger Stunden von Zartrosa und fast nicht zu merken auf Blutrot und sogar für Blinde zu sehen verschlimmerte. In diesem Moment habe ich so langsam realisiert, dass er wohl nicht mehr durchhält bis ich wieder in Deutschland bin. Also, auf nach neuen Rechnern schauen...nur leider reagierte er da sehr eifersüchtig drauf und verweigerte seinen Dienst komplett. Da lag er jetzt also, viel zu früh aus der Welt geschieden...irgendwie traurig. Zum Glück hatte ich mittlerweile einen Mietwagen, denn online bestellen fiel ja ohne Rechenknecht flach. So bin ich zum nächsten Best Buy (sowas wie Media Markt) gefahren um mal zu schauen, was die da so haben. Ich habe mich dann für ein kleines Netbook entschieden statt für einen größerer Rechner. Ist einfach billiger und portabler. Mittlerweile war es kurz nach 9, der Laden war noch gut gefüllt und ich marschierte mit meinem erlegten Fang raus. Zu hause angekommen wollte ich es natürlich gleich ausprobieren, also alles angeschlossen, euphorisch den Startknopf gedrückt und voller Ernüchterung auf die Fehlermeldung gestarrt: kein Betriebssystem installiert. Hm, ich war mir ziemlich sicher, dass da eins dabei sein sollte, auf dem Karton stand es auch drauf. Ich habe nochmal alles durchsucht, ob ich eventuell etwas übersehen habe, aber nein, da war nix. Inzwischen war es kurz nach halb 10, und ich erinnerte mich daran, dass kurz nach 9 der Laden noch nicht zu war, also müssen sie ja wohl bis 10 offen haben, richtig? Falsch! Aber das merkte ich natürlich erst, als ich wieder dort war und vor verschlossenen Türen stand...Auch schön, dann hatte ich eben 2 kaputte Rechner zu Hause rum liegen. Die sind ja auch sehr praktisch, wenn man mal einen Briefbeschwerer braucht oder so...Naja, irgendwann 2 Tage später hatten sie dann zum Glück offen und ich konnte ein funktionierendes Exemplar ergattern *yay*

Jetzt muss ich mich nur noch an diese verflixte Miniaturversion einer amerikanischen Tastatur gewöhnen *ächz*

Montag, 14. Februar 2011

Chicago Auto Show

Was macht man, wenn nix anderes los ist? Richtig, man geht in Nordamerikas größte Autoaustellung. Die war dieses Wochenende nämlich hier, die Chicago Auto Show. Es gab neben den üblichen Allerweltskarren sogar ein paar interessante Autos zu sehen. Honda hatte eine coole Konzeptstudie mitgebracht und Mercedes den SLS (das Teil mit den Flügeltüren). Am Jeep-Stand konnte man Testfahrten über einen kleinen Parcours machen, inklusive 45° An- und anschließendem Abstieg. Das sah ganz schön wagemutig aus von unten. Leider war die Schlange dafür riesig, also blieb es auch beim zuschauen. Bei den amerikanischen Autobauern standen vor allem riesige PickUps im Vordergrund (natürlich). Der eine hatte sogar einen eingebauten Kompressor in der Ladefläche, falls man mal einen Platten hat...Und ein anderer hat in den Kotflügeln Stauraum groß genug für 2 Gewehre...pro Seite. Das kam ziemlich gut an beim Publikum. Das ganze hat glaube ich nur noch der Transportpanzer getoppt, den die Army aufgefahren hatte. Dort konnte man sich auch gleich zum Dienst verpflichten, aber das hab ich dann mal lieber nicht gemacht :-D

Ziemlich lustig fand ich auch 2 Chinesen, die sich die Details mancher Autos ganz genau angeschaut und alles abfotografiert haben. Das müssen richtige Autonarren gewesen sein ;-)

Achja, ich habe ja noch ein Accesoir für mich gefunden. Steht mir richtig super, wie ich finde :-D